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Mastschäden vorzeitig erkennen – Mehr Sicherheit durch Hightech

von rechts, Thomas Dehmel, Roch, Hans-Gerd Bräkling und Michael Hennes, Alliander Netz Heinsberg AG, Dain Kirschbaum und Jens Knifka, Roch.
von rechts, Thomas Dehmel, Roch, Hans-Gerd Bräkling und Michael Hennes, Alliander Netz Heinsberg AG, Dain Kirschbaum und Jens Knifka, Roch.
Heinsberg, 21.03.2012. Erstmals prüft Alliander in Kooperation mit der Roch Services GmbH die Standsicherheit der über 7000 Laternenmasten im Stadtgebiet Heinsberg mittels eines innovativen Verfahrens, das dem neuesten Stand der Technik entspricht und damit die Sicherheit der Straßen noch besser gewährleistet. Die Prüfung der ersten 4000 Masten ist bis Ende März abgeschlossen.

Der Vorteil des neuen Prüfverfahrens besteht vor allem darin, dass exakte, technische Messdaten (unter Berücksichtigung der DIN 1076, DIN 4131 und EN 40) ermittelt werden, an denen man zweifelsfrei ablesen kann, ob ein Mast noch „haltbar“ oder ggf. umsturzgefährdet ist. Dazu Netzbetriebsleiter Hans-Gerd Bräkling: „Mit einem hoch entwickelten Prüfgerät wird Mast für Mast ein Belastungsdiagramm erstellt, ein so genanntes „Mast-EKG“, welches die Schwachstellen aufspürt und detailliert dokumentiert. So erfüllt Heinsberg seine Verkehrssicherungspflicht noch verantwortungsvoller“.

Weiterhin ist die Standsicherheitsprüfung ein Beleg für kostenbewusstes Wirtschaften der Stadt, denn diese innovative Art der Prüfung ermöglicht ein erhebliches Einsparpotential bei den laufenden Wartungs- und Instandhaltungskosten. Durch die detaillierten Prüfergebnisse wird gewährleistet, dass nur die wirklich gefährdeten Masten nach wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen ausgewechselt werden müssen; bisher wurde routinemäßig aufgrund von Erfahrungswerten ein turnusmäßiger, kostenintensiver Austausch von Masten vorgenommen.

Das Prüfverfahren der Firma Roch mit Kraftdiagramm ist weltweit einzigartig und patentiert. Pro Mast wird ein individuelles Datenprotokoll erstellt. Bei der Prüfung wird mit einer Kraft von ca. 350 Kilo am Mast gedrückt und gezogen. Die Kurve, die dabei am PC über ein Windlastberechnungsprogramm aufgezeichnet wird, gibt sofort Auskunft über den Zustand des Mastes. Circa 50 Masten testen die Prüftechniker pro Tag.

Eine bundesweit angelegte Studie hat gezeigt, dass in Deutschland rund 3,3 % aller Masten (Lichtmasten, Signalanlagen, Flutlichtmasten, Verkehrszeichen, etc.) sichtbare und/oder unsichtbare Schäden aufweisen. Die Schäden entstehen durch eine Vielzahl von Belastungen und Umwelteinflüssen, vor allem sind sie oft mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Alliander wird diese innovative Standsicherheitsprüfung kontinuierlich, alle fünf Jahre im gesamten Stadtgebiet durchführen.

Über Alliander Alliander mit Hauptsitz im niederländischen Arnheim managt regionale Energienetze und liefert netznahe Dienstleistungen auf dem Gebiet komplexer Energie-Infrastrukur. In Deutschland ist Alliander mit dem Betrieb kommunaler Netze, öffentlicher Beleuchtung und Lichtsignalanlagen an den Standorten Berlin, Cottbus, Hagen, Heinsberg und Rüsselsheim, demnächst auch in der Region Oberhavel, mit rund 150 Mitarbeitern aktiv. Die Unternehmensgruppe beschäftigt international rund 6.600 Menschen und erwirtschaftete 2011 einen Umsatz von circa 1586 Mio Euro. www.alliander.de

Für weitere Informationen:
Alliander AG
Susanne Schwab
Leitung Kommunikation
mob:+49 (0) 160 90 72 53 42
email: susanne.schwab@alliander.com